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steingesichter - entstehungsgeschichte...

elke schmölzer  -  steingesichter  

um der entstehungsgeschichte der steingesichter auf den grund zu gehen, ist es nötig ein bisschen auszuholen – sie entstanden – wie auch viele andere meiner themenwelten aus einem zusammenspiel verschiedener faszinationen, charaktereigenschaften und wesenszügen, die seit meiner kindheit in mir stecken und oft auf facettenartige weise ans tageslicht oder eben auf die leinwand wandeln

da gibt es einerseits die begeisterung  für die elemente und naturgewalten im allgemeinen und im besonderen für das element wasser, weiters mein interesse für märchen, sagen und mythen, für die sichtbare und die unsichtbare welt, meine neugier auf das unerforschte und unbekannte und auf das leben selbst - kombiniert wird das ganze mit einer grossen portion blühender fantasie, mit der gabe überall geschichten und aussergewöhnliche situationen zu entdecken, eine wesentliche rolle spielt auch die liebe zur natur und zum detail, schaffensdurst, einfallsreichtum und ausdauer und allem übergeordnet mein vertrauen ins leben - glaube hoffnung und liebe –

am wasser zu sitzen, sei es am meer, see oder fluss hat von je her etwas meditatives für mich, beim betrachten der glitzernden oberfläche entschwinden zeit und raum, die seele kann aufatmen und der geist zur ruhe kommen

element wasser

bist mir rückzug

und zuflucht

lässt mich verarbeiten

und ausruhn

bringst klarheit

gibst kraft

und heilst

meine seele

bist zeitlos

flexibel

und ungebunden

bereitest mich vor

auf entscheidungen

hilfst

immer wieder

tauche ich ein

ins wasser (2005) 

aufgewachsen in einem kleinen ort in den bergen verbrachte ich schon in meiner frühesten kindheit gerne ausgiebig zeit am ufer eines nahegelegenen gebirgsbaches und liebte es, dem glucksen des plätschernden wassers zu lauschen und dabei die vielfältigen farben und ausformungen der vom wasser bearbeiteten und ausgeschwemmten steine zu betrachten und zu bestaunen und- zum leidwesen meiner mutter – meistens so viele davon wie ich nur tragen konnte nach hause zu schleppen-

auch in meinen bilderwelten ist das thema wasser ein wiederkehrendes – ob als sprudelnder quell, reissender fluss oder als tiefer bergsee – das element wasser hat stets seine faszination für mich behalten – und auch die steine, die viel bestaunten und gesammelten und lange von allen seiten betrachteten, haben vielerlei zu erzählen – hier kommt meine liebe zur märchen- und mythenwelt, und meine blühende fantasie ins spiel – die steine - stumm und dumpf und grob und schwer vielleicht der erste eindruck – doch je länger die versenkung , je intensiver die auseinandersetzung, je aufmerksamer die betrachtung, umso wacher die blicke die mir plötzlich entgegenschauen umso deutlicher die geschichten die sie erzählen umso klarer die gesichter zu erkennen und der ausdruck und die botschaft – fast so als ob ein schleier sich gelüftet hätte – um darunter plötzlich – als ob sie immer da gewesen wären – mannigfaltige gesichter zu erkennen, die nur darauf gewartet hatten endlich beachtet zu werden – die einen weit unten vom urgrund her sehnsuchtsvoll nach oben blickend, andere eben die wasseroberfläche durchdringend und wie ihre schaumgeborenen schwestern auftauchend aus den dunklen tiefen – ihr zustand ständig in veränderung – immer neu sich ordnend – vielerlei ausformungen und strukturen bildend – vom feuer getauft in die leichtigkeit der luft sich ausdehnend schwerelos schwebend durchs all – immer wieder neu – doch zeitlos – eingebunden in die ewigkeit – beseelte natur – auch in den steinen zu entdecken – so entstand die steingesichterserie - ich brauchte sie ja nur abzuzeichnen…

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diese seite ist ein prozess - wie das leben - in ständiger wandlung begriffen - manchmal auf leisen wellen dahin gleitend  - und manchmal auch auf gewaltigen wogen - viel freude beim geniessen!

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